Wie viel kann man mit einem Monteurzimmer pro Monat verdienen?

Erstellt am: 8. Januar 2026
Geld mit Monteurzimmer

Die Vermietung von Monteurzimmern gilt für viele Eigentümer als attraktive Möglichkeit, zusätzliche oder sogar dauerhafte Einnahmen zu erzielen. Doch wie hoch sind diese Einnahmen wirklich? Lohnt sich ein Monteurzimmer finanziell und wovon hängt der monatliche Verdienst ab?

In diesem Artikel schauen wir realistisch darauf, wie viel man mit einem Monteurzimmer pro Monat verdienen kann, welche Faktoren den Ertrag beeinflussen und warum Monteurunterkünfte für viele Vermieter wirtschaftlich planbarer sind als klassische Ferienvermietungen.

Warum Monteurzimmer für Vermieter interessant sind

Monteurzimmer richten sich an eine klar definierte Zielgruppe. Monteure, Handwerker, Servicetechniker und Fachkräfte, die zeitlich befristet an einem anderen Ort arbeiten. Diese Gäste bleiben meist mehrere Wochen oder sogar Monate und nicht nur ein Wochenende.

Für Vermieter bedeutet das:

  • längere Aufenthalte
  • weniger Wechsel und geringere Reinigungskosten
  • planbare Einnahmen
  • geringeres Buchungsrisiko

Gerade in Regionen mit Bauprojekten, Industrie, Logistik oder Infrastrukturmaßnahmen ist die Nachfrage konstant hoch.

Wie sich Einnahmen bei Monteurzimmern realistisch berechnen lassen

Pauschale Monatsumsätze pro Zimmer sind in der Praxis oft wenig aussagekräftig. Der Grund ist einfach: Monteure reisen selten allein an. Typischerweise kommen sie in Teams von vier bis sechs Personen und werden gemeinsam in einer Wohnung oder Unterkunft untergebracht.

Deshalb ist eine Kalkulation pro Person und Nacht deutlich realistischer.

Typische Einnahmen bei Langzeitaufenthalten

Bei längeren Aufenthalten mit monatlicher Abrechnung liegt der marktübliche Preis häufig bei:

  • etwa 18 € pro Person und Nacht (netto)

Daraus ergeben sich folgende realistische Monatsumsätze:

  • bei 4 Personen: ca. 2.160 € pro Monat
  • bei 6 Personen: ca. 3.240 € pro Monat

Diese Form der Vermietung ist besonders attraktiv, da sie eine hohe Planungssicherheit bietet und Leerstand minimiert.

Einnahmen bei Kurzaufenthalten

Bleiben Monteure nur wenige Tage oder eine Woche, steigt der Preis pro Nacht deutlich an. In diesen Fällen sind:

  • etwa 25 € pro Person und Nacht (netto) üblich
  • zusätzlich fallen 7 % Mehrwertsteuer an

Kurzfristige Aufenthalte bringen höhere Preise, bedeuten aber auch mehr Wechsel, höheren Reinigungsaufwand und weniger Planungssicherheit. In der Praxis setzen viele Vermieter daher bewusst auf längere Aufenthalte.

Entscheidend ist nicht der höchste Nachtpreis, sondern die Kombination aus Personenzahl, Aufenthaltsdauer und Auslastung.

Welche Faktoren beeinflussen den Verdienst zusätzlich?

1. Lage

Die Lage ist einer der wichtigsten Faktoren. Monteure suchen keine Innenstadtlage mit Aussicht, sondern:

  • Nähe zur Baustelle oder zum Einsatzort
  • gute Erreichbarkeit mit Auto oder Transporter
  • Parkmöglichkeiten
  • ruhige Wohngebiete oder Industrieumfeld

Unterkünfte in der Nähe von Autobahnen, Industrieparks oder großen Baustellen sind besonders gefragt.

2. Auslastung statt Tagespreis

Viele Vermieter fokussieren sich zu stark auf den Preis pro Nacht. Entscheidend ist jedoch die monatliche Auslastung.

Ein Beispiel zeigt das deutlich:

  • 18 € pro Person bei voller Monatsbelegung mit mehreren Personen
  • gegenüber einem höheren Preis mit häufigem Leerstand

Eine stabile Belegung über mehrere Wochen ist in der Regel wirtschaftlich sinnvoller als kurzfristige Spitzenpreise.

3. Aufenthaltsdauer der Gäste

Monteurzimmer unterscheiden sich stark von Ferienwohnungen. Die Gäste bleiben häufig:

  • zwei bis vier Wochen
  • mehrere Monate
  • teilweise über die gesamte Dauer eines Projekts

Das reduziert Verwaltungsaufwand, Buchungsstress und Ausfallrisiken erheblich. Viele Vermieter erzielen mit wenigen langfristigen Buchungen stabilere Einnahmen als mit ständig wechselnden Kurzzeitgästen.

4. Ausstattung

Für den Ertrag ist nicht entscheidend, wie luxuriös eine Unterkunft ist, sondern wie gut sie die Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllt.

Wichtige Punkte sind:

  • Einzel- oder getrennte Betten
  • Küche oder Kochmöglichkeit
  • WLAN
  • Waschmaschine
  • sauberes, zweckmäßiges Bad

Zusätzlicher Luxus erhöht die Einnahmen meist nicht proportional, steigert aber die Kosten.

5. Qualität des Inserats

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Darstellung der Unterkunft. Auswertungen aus der Praxis zeigen:

  • Inserate mit guten, echten Bildern erhalten deutlich mehr Klicks
  • vollständige Beschreibungen führen zu mehr Anfragen
  • aktuelle Preise und klare Angaben steigern die Sichtbarkeit

Ein gutes Inserat kann den monatlichen Ertrag spürbar erhöhen, ohne dass in die Immobilie selbst investiert werden muss.

Beispielrechnung: Monatlicher Verdienst einer Monteurwohnung

Ein realistisches Beispiel:

  • 5 Personen
  • 18 € pro Person und Nacht
  • monatliche Belegung

Ergebnis:

  • Monatsumsatz: ca. 2.700 € netto

Abzüglich laufender Kosten wie Nebenkosten, Rücklagen und Reinigung bleibt ein stabiler, gut kalkulierbarer Ertrag, der deutlich planbarer ist als bei vielen anderen Vermietungsformen.

Monteurzimmer im Vergleich zur Ferienvermietung

Viele Vermieter vergleichen Monteurzimmer mit Airbnb oder klassischen Ferienwohnungen. Der größte Unterschied liegt weniger im maximalen Preis, sondern in der Planbarkeit.

Monteurzimmer bieten:

  • weniger saisonale Schwankungen
  • stabilere Nachfrage
  • geringeren Verwaltungsaufwand
  • weniger Marketingaufwand

Für Eigentümer, die eine konstante Zusatzrendite suchen, sind Monteurzimmer oft die ruhigere und kalkulierbarere Lösung.

Wann lohnt sich ein Monteurzimmer besonders?

Ein Monteurzimmer lohnt sich vor allem dann, wenn:

  • die Unterkunft in der Nähe von Baustellen oder Industrie liegt
  • langfristige Vermietung gewünscht ist
  • Leerstand vermieden werden soll
  • der Verwaltungsaufwand gering gehalten werden soll

Viele Vermieter nutzen Monteurzimmer gezielt als Ergänzung zur klassischen Vermietung oder als sinnvolle Nutzung für leerstehende Immobilien.

Fazit

Mit Monteurzimmern lassen sich realistisch mehrere tausend Euro Monatsumsatz pro Wohnung erzielen, abhängig von Personenzahl, Aufenthaltsdauer und Auslastung.

Entscheidend ist nicht der höchste Preis, sondern:

  • eine passende Lage
  • hohe und stabile Auslastung
  • ein funktionales Angebot
  • ein klares, vollständiges Inserat

Wer diese Punkte beachtet, kann mit Monteurunterkünften stabile, planbare Einnahmen erzielen und das oft mit weniger Aufwand als bei anderen Vermietungsmodellen.

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