Wie teuer darf ein Monteurzimmer sein?

Erstellt am: 20. Februar 2026
Wie teuer darf ein Monteurzimmer sein?

Die Frage nach dem richtigen Preis für ein Monteurzimmer stellen sich Vermieter ebenso wie Unternehmen, die Unterkünfte für ihre Mitarbeiter suchen. Zu günstig wirkt schnell unseriös. Zu teuer führt zu Leerstand. Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen und hängt von mehreren Faktoren ab, die häufig unterschätzt werden.

In diesem Beitrag schauen wir uns realistisch an, welche Preise marktüblich sind, wovon sie abhängen und wie Vermieter einen Preis finden, der langfristig funktioniert.

Der größte Irrtum: Es gibt keinen festen Preis

Viele Vermieter suchen nach einer klaren Zahl. Zum Beispiel 30 Euro pro Nacht oder 800 Euro im Monat. Diese Zahl gibt es so nicht.

Der Preis eines Monteurzimmers ergibt sich immer aus dem Zusammenspiel von Auslastung, Aufenthaltsdauer, Lage und Zielgruppe. Ein Zimmer ist nicht teuer oder günstig. Es ist nur passend oder unpassend für den jeweiligen Bedarf.

Der wichtigste Unterschied: Kurzaufenthalt vs. Langzeitaufenthalt

Monteurunterkünfte werden sehr unterschiedlich genutzt. Genau das hat großen Einfluss auf den Preis.

Langzeitaufenthalte mit monatlicher Abrechnung

Typisch sind Teams von vier bis sechs Personen, die mehrere Wochen oder Monate bleiben. In diesen Fällen liegt der marktübliche Preis häufig bei etwa 16 bis 20 Euro pro Person und Nacht bei monatlicher Zahlung.

Ein Beispiel
- Fünf Personen
- 18 Euro pro Person und Nacht
- Monatsumsatz bei voller Belegung rund 2.700 Euro netto

Für Vermieter bedeutet das:
- Planbare Einnahmen
- Kaum Leerstand
- Weniger Verwaltungsaufwand
- Geringere Wechselkosten

Kurzaufenthalte von wenigen Tagen oder Wochen

Bleiben Monteure nur wenige Tage oder eine Woche, steigt der Preis deutlich. Hier sind 25 bis 35 Euro pro Person und Nacht realistisch, je nach Region und Ausstattung.

Der höhere Preis gleicht den höheren Aufwand aus:
- Häufigere Reinigung
- Mehr Anzeigen
- Mehr Koordination

Warum der Preis pro Person entscheidender ist als der Preis pro Zimmer

Ein häufiger Fehler ist es, nur pro Zimmer zu kalkulieren. In der Praxis wird jedoch fast immer pro Person gerechnet, vor allem bei Wohnungen mit mehreren Betten.

Das hat zwei Vorteile:
1. Unternehmen können ihre Kosten sauber kalkulieren
2. Vermieter können flexibel auf Teamgrößen reagieren

Ein Vierbettzimmer ist nicht automatisch doppelt so wertvoll wie ein Zweibettzimmer. Entscheidend ist, wie viele Personen tatsächlich untergebracht werden können und wie lange sie bleiben.

Lage schlägt Optik

Monteurzimmer folgen anderen Regeln als Ferienwohnungen.

Was wirklich zählt:

- Nähe zur Baustelle oder zum Einsatzort
- Gute Erreichbarkeit mit Transporter
- Parkmöglichkeiten
- Ruhige Lage abseits vom Zentrum

Was kaum eine Rolle spielt:

- Innenstadtlage
- Aussicht
- Design oder Dekoration

Ein einfaches, sauberes Zimmer in der Nähe einer Baustelle kann deutlich höhere und stabilere Einnahmen erzielen als eine schicke Wohnung in Toplage, die für Monteure unpraktisch ist.

Auslastung ist wichtiger als der Höchstpreis

Viele Vermieter setzen den Preis zu hoch an und wundern sich über ausbleibende Anfragen. Dabei ist der Monatsumsatz entscheidend, nicht der Preis pro Nacht.

Ein Vergleich:
30 Euro pro Nacht bei 15 belegten Tagen ergibt 450 Euro
22 Euro pro Nacht bei 30 belegten Tagen ergibt 660 Euro

In der Praxis sind leicht niedrigere Preise mit hoher Auslastung fast immer wirtschaftlicher.

Ausstattung beeinflusst den Preis, aber nur bis zu einem Punkt

Monteurzimmer müssen funktional sein. Mehr nicht.

Wirklich wichtig sind:

- Getrennte Betten
- Küche oder Kochmöglichkeit
- WLAN
- Waschmaschine
- Sauberes Bad

Zusätzliche Investitionen rechnen sich nur, wenn sie den Alltag der Gäste erleichtern oder die Auslastung erhöhen.

Ein unterschätzter Hebel: Das Inserat

Unabhängig vom Preis entscheidet oft das Inserat darüber, ob Anfragen kommen.

Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Inserate mit echten, klaren Fotos erhalten deutlich mehr Klicks. Vollständige Beschreibungen führen zu mehr Anfragen. Aktuelle Preise und Verfügbarkeiten erhöhen die Sichtbarkeit

Ein gutes Inserat kann den effektiven Monatsertrag deutlich steigern, ohne dass der Preis erhöht wird.

Wie teuer ist also ein Monteurzimmer wirklich?

Realistisch betrachtet gilt, bei langfristiger Vermietung sind 500 bis 900 Euro pro Bett und Monat in vielen Regionen erreichbar.

In stark nachgefragten Industriegebieten auch deutlich mehr, entscheidend sind Belegung, Aufenthaltsdauer und Zielgruppenfokus.

Nicht der höchste Preis gewinnt, sondern das beste Verhältnis aus Preis, Nutzen und Zuverlässigkeit.

Fazit

Ein Monteurzimmer darf so teuer sein, wie es für beide Seiten Sinn ergibt.

Für Unternehmen bedeutet das kalkulierbare Kosten und funktionale Unterkünfte.
Für Vermieter bedeutet es stabile Einnahmen und geringe Leerstände.

Wer seine Preise an realen Bedürfnissen ausrichtet und nicht an Wunschvorstellungen, schafft ein Angebot, das langfristig funktioniert.

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