Sind Wochenendheimfahrer Ihre idealen Mieter?

Erstellt am: 2. Februar 2022
Wochenendheimfahrer

Sind Wochenendheimfahrer die idealen Mieter von Monteurunterkünften? Viele Mieter, die aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung auf Zeit mieten, fahren am Wochenende nach Hause, um die Annehmlichkeiten ihres eigenen Heims zu nutzen und Freunde oder Familie zu sehen. Vermietern kann das doch eigentlich nur recht sein?

Für viele Vermieter von Monteurzimmern und Monteurwohnungen ist ein Mietsverhältnis, bei dem der Mieter nur unter der Woche und vorwiegend nur über Nacht in der vermieteten Wohnung oder Zimmer ist – also nur zum Schlafen und Essen – ideal. Speziell wenn es sich um ein Monteurzimmer oder Monteurapartment im eigenen Haus handelt. So kann der Vermieter seine Privatsphäre behalten, während er dennoch von regelmäßigen Mieteinnahmen profitiert.

Die Vermietung Ihrer Monteurunterkunft an Wochenendheimfahrer sollte zu Ihren Umständen passen

Für andere kommt es auf die spezielle Situation des Vermieters und die Lage der Monteurwohnung an, ob ein Wochenendheimfahrer der ideale Mieter ist. Manche Vermieter fürchten Mietausfall, zu wenig Verbindlichkeit und fragen sich gar, ob sie am Wochenende dann an jemand anderen vermieten sollten, was sehr viel mehr Aufwand bedeutet. Dabei kann gerade auch diese Konstellation die Mieteinnahmen beträchtlich erhöhen. Wer mehrere Mietobjekte außerhalb des Eigenheims vermietet, mag hingegen dauerhafte Mieter bevorzugen.

Neben mehr subjektiven Vorlieben des Vermieters, gibt es auch objektivere Kriterien, die für oder gegen Mieter von Monteurzimmern bzw. Arbeiterunterkünften in Form von Wochenendheimfahrern sprechen.

Vorteile der Vermietung an Wochenendheimfahrer

Berufspendler oder Monteure, Messemitarbeiter und andere, die eine Unterkunft während der Arbeitswoche benötigen, haben üblicherweise ihr eigenes Zuhause an ihrem Heimatort. Die Unterkunft für Monteure, Pendler, Praktikanten, u. a. wird daher weniger „belastet“ oder abgenutzt. Vielmehr ist die Nutzung minimal, da sich ja auch tagsüber niemand in der Wohnung aufhält. Für Vermieter, die im eigenen Haus vermieten, eine tolle Sache, da es so weniger Störungen gibt.

Auch die Ausstattung muss somit nicht immer einer „Vollzeit“ Ausstattung entsprechen, sondern kann minimalistisch bleiben. Nachteile einer Wohnung oder eines Zimmers werden von Wochenendheimfahrern eher akzeptiert, speziell bei einer möblierten Wohnung, als dies bei jemandem der Fall wäre, der die Wohnung dauerhaft und nach eigenem Geschmack und eigenen Bedürfnisse gemäß einrichten wollen würde.

Nachteile der Vermietung an Wochenendheimfahrer

Dass Wochenendheimfahrer ihr eigenes Zuhause haben, das sie pflegen, kann auch ein Nachteil sein: wenn die Zeitunterkunft für Monteure, Arbeiter oder Pendler an zweiter Stelle kommt, erhält diese eben auch weniger „liebevolle Zuwendung“. Wer unter der Woche aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung benötigt, wird wenig Interesse daran haben, eine zweite Wohnung zu pflegen. Vielmehr dient diese für grundlegende Bedürfnisse, fürs Grobe – nicht dazu, sich schön einzurichten.

Ein deutlicher Nachteil kann sein, dass Berufspendler und andere Wochenendheimfahrer die Miete herunterhandeln wollen. Viele Vermieter fragen sich, ob sie die gleiche volle Miete verlangen können, wie von einem Vollzeitmieter. Auch wenn die Antwort bei Personen, denen es frei steht, die Wohnung auch am Wochenende zu nutzen, klar ist, fühlen sich Vermieter häufig moralisch an die Wand gedrängt. Klare Absprachen sind natürlich zu empfehlen – ist die Wohnung auch am Wochenende normal nutzbar, muss der Vermieter auch damit rechnen, dass dies geschieht – bekommt dafür aber wie gewohnt Miete.

Ist die Monteurwohnung für die ganze Woche vermietet und bezahlt, aber der Vermieter erwartet, am Wochenende seine Ruhe zu haben, kann dies hohes Konfliktpotenzial haben. Bei einer Konstellation wiederum, wo der Mieter sozusagen von Montag bis Freitag mietet, müssen klare Absprachen getroffen werden, insbesondere auch dazu, ob und wie der Vermieter am Wochenende an andere Personengruppen vermieten oder die Wohnung selbst nutzen kann.

Entsprechend muss ein Mietvertrag gestaltet werden und der Mieter muss ausdrücklich einverstanden sein – denn ansonsten ist auch bei einem üblichen Mietsverhältnis auf Zeit niemand dazu verpflichtet, am Wochenende die Wohnung zu räumen und nach Hause zu verschwinden.

Extra Einkommen ohne große Störungen

Vermieten an Wochenendheimfahrer ist also für Personen ideal, die Mieteinnahmen als Extra auf der Seite haben möchten, aber gleichzeitig in ihrem eigenen Leben nicht zu sehr gestört werden möchten. Speziell Einliegerwohnungen, Zimmer oder andere, häufig nicht komplett abgeschnittene Wohnungen im eigenen Haus werden häufig bevorzugt nur unter der Woche vermietet. Bei realistischen Erwartungen und klaren Absprachen eine Win-Win Situation.

An wen richten sich Mietangebote für Wochenendheimfahrer?

Wenn eine Wohnung über längere Zeit an Wochenendheimfahrer vermietet wird, fragt sich, aus welchen Gründen Personen diese Art von Mietverhältnis suchen. Der Job und der Wohnort sind nun mal nicht immer identisch, umso weniger bei befristeten Arbeitseinsätzen, für Praktikanten, für Monteure, andere Arbeiter, Außendienstmitarbeiter, Projektmitarbeiter, Studenten, Messemitarbeiter, ... eben für alle Berufstätigen, die für einen bestimmten Zeitraum an einem anderen Ort arbeiten.

Manche akzeptieren diese Konstellation sogar dauerhaft bzw. auf unbestimmte Zeit, wenn sie eine Anstellung gefunden haben, die sie nur an einem bestimmten Ort ausführen können, ihren Wohnort und Freundeskreis aber nicht verlassen möchten. Auch Personen in der Umzugsphase oder in der Probezeit einer neuen Anstellung setzen häufig aufs Mieten auf Zeit und fahren am Wochenende in ihre alte Wohnung, bis sie eine fest Entscheidung für ihre Leben am neuen Wohnort getroffen haben.

Jeder Ort für die Ausübung des Berufs, der zu weit entfernt ist, um täglich zu pendeln, wird also zum Wochenendheimfahrer Ziel. Manche möchten sich die Autofahrt sparen, selbst wenn der Ort, wo man arbeitet täglich per Auto erreichbar wäre, andere fliegen jede Woche von einem Ende Deutschlands oder gar Europas zum anderen. Doppelte Haushaltsführung aus beruflich zwingenden Gründen ist in der Regel steuerlich absetzbar, daher leisten sich oftmals auch Personen, die wenige Tage in der Woche oder sporadisch über den Monat verteilt an einem bestimmten Unternehmensstandort anwesend sein müssen, eine Zweitwohnung.

Hinzu kommt die Gruppe der Studenten oder auch Praktikanten, die unter der Woche Präsenz zeigen müssen, aber eigentlich woanders leben. Der Aufenthalt vor Ort ist von vornherein begrenzt und ein dauerhaftes Mietsverhältnis würde sich für diese Personengruppe nicht lohnen.

Wochenendheimfahrer als ideale Mieter

Für Vermieter ist ein beruflich stark eingespannter Mieter ideal, vor allem, wenn es sich um eine längerfristige Sache handelt, beispielsweise bei der Vermietung eines Monteurzimmers über ein halbes Jahr.

Weitere Vorteile aus Vermietersicht können sein, dass Wochenendheimfahrer sich „nicht richtig einnisten“ und häufiger alleine in der Wohnung bleiben, also Ehepartner, Familie, Freundin, etc. höchstwahrscheinlich nicht mitbringen. Aus Sicht des Vermieters handelt es sich beim Wochenendheimfahrer um eine alleinstehende Person – also auch wenn der Mieter eigentlich verheiratet ist und zwei Kinder hat.

Ob überhaupt eine Waschmaschine etc. dann in einer Monteurwohnung stehen muss und ob die Küche hochwertig und komplett ausgestattet sein muss, ist ebenfalls eine Frage, deren Beantwortung für den Vermieter zum Vorteil ausfallen kann.

Für Vermieter an Wochenendheimfahrer erschließen sich noch weitere Vorteile: der Begriff „Wochenendheimfahrer“ deutet an, dass es sich bei den Mietern definitiv um berufstätige Personen handelt und natürlich speziell auch außer Haus Berufstätige. Manche Vermieter vermeiden durch Wohnungsanzeigen, die sich an Wochenendheimfahrer richten, Mieter ohne Einkommen zu erwischen.

Für die Vermietung von Monteurzimmern oder nicht vollständig abgeschlossener Einliegerwohnung für Monteure, kann so außerdem sicher gestellt werden, dass Wasser-, Strom- und Heizungskosten nicht in die Höhe schießen. Der Mieter ist nur unter der Woche, abends und zum Schlafen da und somit ist der Verbrauch in der Regel niedriger (und mehr Ruhe gewährleistet).

Schließlich gibt es auch Vermieter, die das Zimmer am Wochenende selbst nutzen möchten. Es kommt eben auch auf die Prioritäten der Vermieter an.

Fragen Sie sich daher als Vermieter, was Ihnen am wichtigsten ist, um mit Ihren Mietern in Harmonie zu leben.

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