Mietausfallversicherung: Wann sie sinnvoll ist und wann nicht

Leerstand, kurzfristige Absagen oder zahlungsunfähige Gäste sind für Vermieter eines der größten Risiken. Gerade bei Monteurzimmern und zeitlich befristeten Vermietungen stellt sich deshalb häufig die Frage: Brauche ich eine Mietausfallversicherung oder gibt es bessere Alternativen?
Dieser Artikel erklärt, was eine Mietausfallversicherung wirklich leistet, wann sie greift und für wen sie sinnvoll ist.
Was ist eine Mietausfallversicherung?
Eine Mietausfallversicherung ist eine Versicherung, die Vermieter vor finanziellen Verlusten schützt, wenn Mieteinnahmen ausfallen. Das kann verschiedene Gründe haben, etwa Zahlungsausfälle, unverschuldeter Leerstand oder Schäden, die eine Vermietung vorübergehend unmöglich machen.
Wichtig ist dabei: Nicht jede Mietausfallversicherung deckt alle Risiken ab. Der Leistungsumfang hängt stark vom Vertrag ab.
Welche Arten von Mietausfall gibt es?
Um das Thema richtig einzuordnen, lohnt es sich, zwischen verschiedenen Szenarien zu unterscheiden.
Ein klassischer Fall ist der Zahlungsausfall. Der Mieter zahlt nicht oder nur teilweise, etwa weil er insolvent wird oder plötzlich abreist.
Ein anderer Fall ist der technische Mietausfall. Die Unterkunft kann aufgrund eines Schadens nicht vermietet werden, zum Beispiel nach einem Wasserschaden oder Brand.
Daneben gibt es den wirtschaftlichen Mietausfall, etwa durch Leerstand oder kurzfristige Stornierungen. Dieser Punkt ist für viele Vermieter besonders relevant, wird aber von Versicherungen oft nicht abgedeckt.
Was deckt eine Mietausfallversicherung typischerweise ab?
In den meisten Policen sind folgende Punkte enthalten:
Mietausfall nach einem versicherten Schaden wie Feuer, Leitungswasser oder Sturm
Übernahme der entgangenen Miete für einen begrenzten Zeitraum
Teilweise Kosten für notwendige Wiederherstellungsmaßnahmen
Nicht abgedeckt sind in der Regel:
- Leerstand ohne Schaden
- Stornierungen durch Gäste
- Nichtzahlung ohne nachweisbaren Versicherungsfall
- Schwankende Nachfrage
Gerade hier entsteht häufig ein Missverständnis. Viele Vermieter erwarten, dass eine Mietausfallversicherung auch bei Buchungslücken oder saisonalem Rückgang greift. Das ist fast nie der Fall.
Mietausfallversicherung bei Monteurzimmern
Bei Monteurzimmern ist die Situation besonders speziell. Die Vermietung erfolgt oft projektbezogen, kurzfristig oder an wechselnde Firmen.
Typische Risiken sind:
- spontane Projektabbrüche
- Firmeninsolvenzen
- verkürzte Aufenthalte
- Zahlungsverzug bei Sammelrechnungen
Genau diese Risiken deckt eine klassische Mietausfallversicherung meist nicht ab, da kein versicherter Sachschaden vorliegt.
Für Vermieter von Monteurzimmern ist daher oft nicht die Versicherung, sondern die Vertragsgestaltung entscheidend.
Welche Alternativen sind oft sinnvoller?
In der Praxis schützen sich viele Vermieter effektiver durch andere Maßnahmen.
- Vorauszahlung oder monatliche Abrechnung im Voraus
- Klare Zahlungsziele und kurze Zahlungsfristen
- Schriftliche Buchungsbestätigung mit Haftungsregelung
- Zusammenarbeit mit bekannten Firmen oder Stammkunden
- Veröffentlichung der Unterkunft auf spezialisierten Plattformen mit hoher Nachfrage
Diese Faktoren reduzieren das tatsächliche Ausfallrisiko häufig stärker als eine Versicherung.
Wann lohnt sich eine Mietausfallversicherung trotzdem?
Eine Mietausfallversicherung kann sinnvoll sein, wenn:
- die Unterkunft dauerhaft vermietet wird
- hohe Fixkosten bestehen
- ein längerer Ausfall nach Schäden finanziell kritisch wäre
- die Versicherung als Ergänzung zur Gebäudeversicherung abgeschlossen wird
Vor allem bei größeren Objekten oder bei Vermietern mit mehreren Einheiten kann sie als Absicherung sinnvoll sein.
Worauf sollte man beim Abschluss achten?
Wer über eine Mietausfallversicherung nachdenkt, sollte genau prüfen:
- Welche Schadensfälle sind versichert
- Wie lange wird der Mietausfall ersetzt
- Wie hoch ist die maximale Entschädigung
- Gibt es Selbstbeteiligungen
- Gilt die Versicherung auch für zeitweise Vermietung
Ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnt sich, da die Unterschiede groß sind.
Fazit
Eine Mietausfallversicherung kann ein Baustein zur Absicherung sein, ersetzt aber keine saubere Vermietungsstruktur. Gerade bei Monteurzimmern entstehen Mietausfälle selten durch Schäden, sondern durch Projektveränderungen oder Zahlungsprobleme.
Wer auf planbare Aufenthalte, klare Abrechnungen und stabile Nachfrage setzt, reduziert das Risiko oft wirksamer als durch eine Versicherung allein.
Am Ende gilt: Je besser die Auslastung und Organisation, desto geringer der tatsächliche Mietausfall.

JETZT REGISTRIEREN UND UNTERKUNFT EINTRAGEN
Es dauert nur wenige Augenblicke, ein Konto auf MonteurzimmerGuru.de zu erstellen und eine Unterkunft einzutragen!



